www.aboutversilia.com/de - HOME |  SITEMAP 

Hotel ico
Ziel
Ankunft
Abreise
Bester Preis garantiert!

Genua


Genua ist eine Hafenstadt im Norden von Italien und die Hauptstadt der Region Ligurien. Genuas Hafensicht Der Name leitet sich höchstwahrscheinlich vom lateinischen Wort "genu" ab, was im Italienischen "ginocchio", also Knie oder im Ligurischen "angolo", Winkel, bedeutet. Hinsichtlich der geografischen Lage der Stadt erscheint dies auch durchaus logisch. Genua befindet sich nördlich der Versilia und somit auch in der Nähe der Cinque Terre. Die Autobahn A12 verbindet die Stadt direkt mit der Toskana.


Die Geschichte

Der Hafen von GenuaDie Geschichte Genuas geht bis auf die alten italischen Stämme der Liguria zurück. Archäologische Funde deuten auf eine Anwesenheit der Griechen im 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. hin. Diese waren im Rahmen ihrer Kolonisierungen ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. nach Italien gekommen. Die Hafenanlage wurde jedoch schon bedeutend früher genutzt und geht wahrscheinlich noch auf die Etrusker zurück. Neben den Griechen und Etruskern gab es auch noch andere Stämme, die an der Hafenstadt interessiert waren: Phönizier, Kelten und die Römer. Erste Berichte vom Erscheinen der Römer stammen aus dem Jahr 216 v. Chr. Nachdem die Stadt von den Karthagern zerstört worden war, unternahmen die Römer 209 v. Chr. ihren Wiederaufbau. Genua erwarb römisches Bürgerrecht und wurde Municipium. Mit Rom war sie durch die Via Aurelia verbunden und als Hafen der Gallia Cisalpina wichtig.

Mit dem wirtschaftlichen Wachstum, dehnt sich auch die Stadt ins Umland aus. Es wurden einige Fabriken gebaut. Zu den wichtigsten Handelsgüter zählten: Lederwahren, Holz und Honig. Nach dem Ende des Weströmischen Reiches wurde die Stadt ostgotisch, dann langobardisch, entzog sich aber der Herrschaft der Franken und entwickelte schon früh, seit der Karolingerzeit, eine freistädtische Verfassung. Wie alle Küstenstädte dieses Gebietes, so litt auch Genua unter den Raubzügen der Sarazenen, die im Jahre 936 die Stadt plünderten, erholte sich aber jedesmal schnell. In den folgenden Jahunderten verlor Genua an Macht und galt nunmehr als weniger interessant. Dies entmutigte die Stadt dennoch nicht und sie baute weiterer Handelsflotten auf. Mit kleinen Schritten wurde sie zur "Ersten Seestadt Europas".

Palazzo Ducale in GenoaIm Mittelalter und der Renaissance entwickelte sich Genua zu einer "Seerepublik" (neben Venedig und Pisa), in der der Handel, der Schiffbau und das Bankenwesen zu den drei wichtigsten Pfeilern wurden und den Aufbau einer der größten und mächstigsten Mittelmeerhäfen unterstützten. Die Republik Genua dehnte sich nach und nach in die umliegenden Gebiete aus und erlangte letztlich die Kontrolle über beinahe das gesamte Tyrrhenische Meer. Das Bündnis mit dem Byzantinischen Reich ermöglichte es ihr, seinen Handel auf das Schwarze Meer und der Halbinsel Krim auszudehnen. Als jedoch die Pest 1349 auch Europa erreichte, erlitt die wohlhabende Republik einen Rückschlag, die Wirtschaft kollabierte, die Bevölkerungszahl ging stark zurück. Daraufhin übernahm Genua das venezianische Regierungsmodell und wurde somit von einem Doge* regiert. Es war die Zeit, in der Genua und Venedig sich als Rivalen gegenüberstanden, die Zeit des ständigen Krieges.

Nach der Entdeckung der Neuen Welt verlagerten sich die Handelswege und das Mittelmeer verlor an Bedeutung. Folglich ging auch der politische und wirtschaftliche Einfluss und die Macht Genuas zurück. Im Jahr 1797 wurde die Stadt, unter Napoleon, zum französischen Protektorat, bis sie 1805 ganz zu Frankreich gehörte. Der Wiener Kongreß überließ Genua dem Königreich Piemont-Sardinien, mit dem es dann 1860 im neuen Königreich Italien aufging.

Seither verzeichnet Genua einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, der die Stadt an die Seite der oberitalienischen lndustriestädte Mailand und Turin stellt. Die Schäden während des Krieges 1940-45 (Luft- und Schiffsbombardements) waren erheblich, sind aber schnell beseitigt worden. 2001 fand hier der 27. G8 Gipfel statt, ein Event, was den Anwohnern wohl aufgrund der unzähligen Proteste noch lange in Erinnerung bleibt.

* Doge war der Titel gewählter Oberhäupter in einer Reihe von italienischen Republiken des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Die mächtigsten Dogen herrschten in der Republik Venedig, ihre Rivalen waren die Dogen der Republik Genua. Die Territorien ihrer Reiche waren eher klein, doch ihre Handelsimperien erstreckten sich weit nach Europa, Afrika und Asien.

Die Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich im historischen Zentrum von Genua, um die Piazza de Ferrari. Hier kann man neben der Opera, auch den "Palazzo del Doge" und das angebliche Geburtshaus von Christopher Kolumbus besichtigen. Die "Strada nuova" (heute Via Garibaldi) gehört seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dieser "noble" Teil der Stadt entstand etwa im 16. Jahrhundert. In den Palazzi Rosso, Bianco, Grimaldi und Reale, entlang der Straße, wohnten einst die mächtigsten Personen der Stadt. Weitere Sehenswürdigkeiten wären: die "Cattedrale di San Lorenzo", der "Cimitero di Staglieno", sowie das "Museo d'Arte Orientale" mit einer der größten Sammlungen Europas.

Genoa acquarium's logoStolz präsentieren sich auch das Aquarium im Alten Hafen von Genua und der ehemalige Leuchtturm 'La Lanterna', der älteste Leuchturm der Welt.

Die Wirtschaft

Genuas antiker HafenGenua ist neben Marseille und vor Neapel der größte Hafen im Mittelmeerraum. Es liegt also nahe, dass hier der Schiffbau und die Schwerindustrie dominieren. Vor allem der Vorort Sampierdarena besteht fast nur aus Fabriken, Werften und Stahlwerken. 1950 wurde die Hafenanlage erweitert, da die Industriegebiete um Mailand und Turin neue Versorgungskanäle benötigten. Außerdem reichen von hier Ölpipelines nach Deutschland und in die Schweiz. Weitere wichtige Industriezweige sind der Papierherstellung, Textilien und Automobilindustrie. Genuas Flughafen, Cristoforo Colombo, ist direkt auf dem Meer gebaut.

© Copyright: About Versilia
www.aboutversilia.com/de - info@aboutversilia.com