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DER KARNEVAL VON VIAREGGIO


Der italienische KarnevalDer Karneval von Viareggio entstand im Jahr 1873, als unter der gut situierten Schicht des Bürgertums das Bedürfnis aufkam, einmal einen ganz anderen Sonntag zu verbringen. Sie organisierten einen Zug mit blumengeschmückten Wagen, die auf der Hauptstraße, der Via Regia, auf und ab fuhren. Bei dieser Gelegenheit wurde gleichzeitig eine Maskerade als Protest der Bürger, die viel zu viele Steuern zahlen mussten, organisiert und der Obersteuereinnehmer aufs Korn genommen. Der Umzug gefiel sowohl den Organisatoren als auch den Bürgern, und so entstand die Idee, jedes Jahr Wagen zu bauen, mit denen die Stimmungslage der Bevölkerung ausgedrückt werden sollte. Seit damals gilt Viareggio mit seinen Maskenumzügen und allegorischen Wagen aus Pappmaché, die wahre Kunstwerke sind und für deren Herstellung die Viaregginer ein ganzes Jahr benötigen, als Heimat des italienischen Karnevals.


Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Karneval noch größer und pompöser gefeiert denn je. Ein farbenfroher Trubel der die zwei Hauptstraßen und die Promenaden der Stadt überkommt, vor der Kulisse der Apunischen Alpen.

Seit 1921 gibt es das offizielle Karnevallied, "Sulla coppa di Champagne", welches jedes Jahr aufs Neue in den Straßen erklingt. Die Figuren auf den Wagen bewegen ihre Arme zu den Rhythmen der Musik und tanzen, rollen mit den Augen und machen ihren Mund auf und zu. Die erste Figur, die dies konnte, war "Pierrot".

Ab 1925 benutzte man an Stelle der herkömmlichen schweren Materialien, Pappmaché für die Konstruktion von Figuren und Bildern. Die Dekoration der Wagen wurden immer größer und kurioser, das Fest immer aufregender und bekannter. Die "papier-maché wizards" erreichten bald schon hohes künstlerisches Niveau, die nationale und internationale Presse erkämpfte sich die heißbegehrten Plätze unter den Zuschauern.

"Burlamacco", so nennt man die typische Karnevalsfigur in Viareggio. Ein Hanswurst, der Kleidungsstücke von verschiedenen anderen italienischen Masken trägt: z.B. einen rot-weiß karierten Clownsanzug wie Harlekin, einen weißen Überwurf wie Pierrot, eine weiße Halskrause wie vom Räuberhauptmann, einen roten Hut und einen schwarzen Mantel wie Balanzone. Geschaffen vom Maler Uberto Bonetti, trat er im Jahr 1931 zum ersten mal auf die Bühne. Heute ist er eine der bedeutensten Karnevalfiguren in Italien, mit einem eigenen Platz im Traditions- und Folklore-Museum in Rom. Auch auf der Ausstellung im Musée de l'Homme in Paris ist er zu sehen.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verstanden es die Viaregginer zu feiern und der Karneval wurde vor allem auf internationaler Ebene noch bekannter. Zunächst übertrugen nur die nationalen Sender (1954), bald aber auch die Eurovison (1958) das Spektakel. Jedes Jahr strömten mehr berühmte Gäste: Politiker, Sportler oder Geschäftsmänner herbei und liesen sich von dem bunten Treiben mitreisen.

Der Carnivale d'Italia e d'Europa hält die Stadt jedes Jahr zur Faschingszeit einen ganzen Monat in Atem. Der Karneval in Viareggio Während der gesamten Zeit finden Tag und Nacht verschiedene Maskenfeste, Faschingsumzüge und -paraden statt.

Im Jahr 2001 wurde die "Cittadella del Carnevale" (das Städtchen des Karnevals) eingeweiht. In diesem großen und vor allem einzigartigen Bauwerk im Norden der Stadt befindet sich ein Theater, ein multimedia Museum und die Pappmaché-Schule. Hier kann man das ganze Jahr über in die magische Welt des Karnevals eintauchen und sich verzaubern lassen. In den Sommermonaten finden auf dem Gelände außerdem viele open-air Veranstaltungen, wie Konzerte oder spektakuläre Shows statt.

Der Karneval von Viareggio vereint italienische Kultur und die Prinzipien der Solitarität und des Friedens. Er gilt als eines der bedeutensten gesellschaftlichen Ereignisse unserer Zeit.

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